Die Transformation in der Elektromobilität voranbringen

Der bundesweite Transformations-Hub „CyberJoin“ treibt den Wechsel zur E-Mobilität an und startet mit einer Vernetzungs-Veranstaltung für die Automobil- und Zulieferindustrie am 26. und 27. Juli 2023 in Stuttgart.

Pressemitteilung vom 16.06.2023: Insbesondere die Elektrifizierung des Antriebstrangs von Fahrzeugen stellt kleine und mittelständische Zulieferer vor große Herausforderungen. Damit der Wandel in der Automobil- und Zulieferindustrie mit den in Deutschland ansässigen Unternehmen schnell Fahrt in Richtung Digitalisierung, Elektromobilität und Wasserstofftechnologie aufnimmt, hat die Bundesregierung bundesweit sog. Transformations-Netzwerke und -Hubs eingerichtet. Mit ihnen als Booster für die Umsetzung eines nachhaltigen, schnellen und technologieoffenen Wandels in der Fahrzeugbranche sollen Experten in den hierfür nötigen Spitzentechnologien für die Produktionstechnik von Automobilen mit diesen Unternehmen vernetzt werden.

Produktionsprozesse werden komplexer

Immer komplexer werdende Produktionsprozesse, enge Prozessfenster und die datengetriebene Produktion haben einen großen Einfluss auf die Produktion. Eine einzigartige wertschöpfungskettenübergreifende Schlüsselrolle kommt beim Wandel unter den Fertigungsverfahren besonders der Fügetechnik zu, da mit ihrer Hilfe Einzelteile aus den unterschiedlichsten Werkstoffkombinationen zu Bauteilen zusammengefügt werden. Der Transformations-Hub „CyberJoin“ ist genau eine solche deutschlandweite Anlaufstelle für den Wandel in der Füge- und Produktionstechnik in der Automobil- und Zulieferindustrie und einer von insgesamt elf Hubs, die vom Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK) gefördert werden. Sein Ziel und Fokus ist die Vernetzung und der Wissenstransfer in dieser Schlüsseltechnologie.


Zu seiner Kick-off-Veranstaltung am 26. und 27. Juli 2023 an der Materialprüfungsanstalt der Universität Stuttgart sind vor allem die Unternehmen eingeladen, die der Wechsel zu alternativen Antriebskonzepten mit elektrischen Batterien oder Wasserstofftechnologien besonders betrifft. Die Veranstaltung auf dem Universitätsgelände auf dem Campus Vaihingen ist für Unternehmen kostenfrei und bietet ihnen einen aktiven Austausch mit OEMs, Entwicklern und Anwendern von innovativen Produktionstechnologien und Einblicke in Best-Practice-Lösungen der aktuellen Füge-, Werkstoff- und Fertigungstechnik sowie Erfahrungsberichte anderer Unternehmen, um ihr eigenes Unternehmen zukunftsfähig aufstellen zu können. Hinsichtlich der Veränderungen durch die E-Mobilität werden hierbei nahezu alle Teile des Fahrzeugbaus betrachtet, zum Beispiel die Karosserie und Elektronik, der Antriebsstrang sowie die Batterie.

Kick-off-Veranstaltung am 26. Juli 2023

Die Kick-off-Veranstaltung beginnt am Mittwoch, 26. Juli 2023, um 15:00 Uhr in den Gebäuden der Materialprüfungsanstalt Universität Stuttgart im Pfaffenwaldring 32 und endet um 15:00 Uhr des Folgetages. Erwartet wird ein Programm aus hochkarätigen Keynote-Speakern von Herstellern wie Mercedes-Benz und anderen OEMs, die Einblicke in ihre Roadmap für die Elektromobilität geben. In schnellen Blitzlichtern wird ein Querschnitt der Transformationslandschaft in Deutschland mit speziellen Anwendungen aus dem Fokus der Fügetechnik beleuchtet. Ein Highlight des Kick-off-Events ist die feierliche Übergabe eines Schweißroboters, der der Materialprüfungsanstalt von einem Sponsor zu wissenschaftlichen Testzwecken zur Verfügung gestellt wird. Zum Abschluss des ersten Konferenztages werden zudem Engineering Games und ein anschließendes Get-together ab 18:15 Uhr angeboten. Für die teilnehmenden Unternehmen werden am zweiten Event-Tag, 27. Juli 2023, Workshops zu den drei übergreifenden Themen „Leichtbau“, „E-Mobilität und Wasserstofftechnologie“ sowie „Null-Fehlerstrategie und Big Data“ angeboten.

Hinter dem Akronym „CyberJoin“ verbirgt sich der vollständige Projekttitel „Cyber-physischer Transformations-Hub zur Ermöglichung des Wandels der Automobilindustrie durch nachhaltige Füge- und Fertigungstechnik“. Der Transformations-Hub wird von der Materialprüfungsanstalt Universität Stuttgart (MPA) mit dem Verbundpartner GSI – Gesellschaft für Schweißtechnik International mbH, Düsseldorf, mit anderen geförderten Transformationsnetzwerken und gemeinsam mit den Unternehmen der Branche in den nächsten zwei Jahren mit den Fördermitteln des Bundeswirtschaftsministeriums aufgebaut.
„Das Ziel ist es, die Anforderungen der Zulieferer im gesamten Prozess stets im Auge zu behalten und Schritt für Schritt mit Hilfe der Demonstrationsprojekte Ergebnisse sicherzustellen, die den Bedarfen der Partner entsprechen. Ich bin mir sicher, dass wir mit dem Transformations-Hub „CyberJoin“ einen wichtigen Beitrag zur nachhaltigen Wettbewerbsfähigkeit in der Automobilindustrie leisten“, so Prof. Stefan Weihe, geschäftsführender Direktor der MPA.
Eine zügige Anmeldung für die Kick-off-Veranstaltung des Transformations-Hubs „CyberJoin“ am 26. und 27. Juli 2023 in Stuttgart lohnt sich, da die Anzahl der Teilnehmenden aus Platzgründen auf 150 Plätze limitiert ist. Interessierte Unternehmen können sich auf der Webseite des Hubs unter www.cyberjoin.de für die Veranstaltung anmelden.

Informationen zum Transformations-Hub „CyberJoin“

Mit dem Transformations-Hub „CyberJoin“ leisten die Verbundpartner GSI – Gesellschaft für Schweißtechnik International mbH, Düsseldorf, und die Materialprüfungsanstalt Universität Stuttgart (MPA) wertvolle Unterstützung für die deutsche Automobilindustrie, indem aktuelle wirtschaftliche und technologische Trends aus industrieller Entwicklung und globaler Forschungslandschaft gebündelt, aufbereitet und einer breiten Zielgruppe zugänglich gemacht werden. Als erste Anlaufstelle für Problem- und Fragestellungen seitens der Industrie, die eine Wissens- und Best-Practice-Datenbank erhält, wird eine virtuelle Forschungsplattform eingerichtet.
Der wichtige Transfer von Ergebnissen in die Industrie erfolgt über bestehende Netzwerke und Strukturen sowie durch regelmäßig stattfindende Wissenstransfer-Tage, bei denen es sowohl Vorträge als auch praktische Demonstrationen geben wird. Hinzu kommen ergänzend eintägige Schwerpunkt-Workshops. Weiterhin sind Auftritte bei entsprechenden Messen geplant. Neben bestehenden Strukturen und Kontakten wird auch das gesamte deutschlandweite Netzwerk der schweißtechnischen Lehr- und Versuchsanstalten der GSI genutzt. Der Transformations-Hub wird so auch zu einer deutschlandweiten Anlaufstelle für fügetechnische Fragen im Zusammenhang mit der Elektrifizierung des Antriebstrangs.

Informationen zur Materialprüfungsanstalt Universität Stuttgart (MPA)

Die Materialprüfungsanstalt Universität Stuttgart (MPA) übernimmt die Koordination des Hubs. Außerdem wird ihr Demonstrationslabor für Demonstrationsvorführungen, Machbarkeitsstudien und Anschauungsmodelle bei Vor-Ort-Veranstaltungen geöffnet. Es steht für in Deutschland ansässige Firmen für Forschungsarbeiten im Bereich der Füge-, Werkstoff- und Fertigungstechnik offen. Hieraus entstehende Ergebnisse werden veröffentlicht, so dass keine Wettbewerbsvorteile entstehen. Das Förderprogramm mit einer Gesamtsumme von 50 Millionen Euro ist Bestandteil des Konjunkturprogramms der Bundesregierung. Das Projekt, das eine Laufzeit bis Ende Juni 2025 hat, erhält eine Förderung von knapp 3 Millionen Euro.

Informationen GSI – Gesellschaft für Schweißtechnik International mbH, Düsseldorf (GSI)

Die GSI – Gesellschaft für Schweißtechnik International mbH, Düsseldorf, stellt ihr bundesweites Netzwerk zur Verfügung, ebenso ihre Infrastruktur für Veranstaltungen und Machbarkeitsanalysen. Sie stellt zudem sicher, dass über ihr bestehendes Netzwerk die Ergebnisse aus dem Transformations-Hub den Anwendern präsentiert werden, bedarfsgerecht in die Aus- und Weiterbildung einfließen und bei der Erstellung und Erweiterung von Merkblättern sowie nationalen und internationalen Regelwerken Berücksichtigung finden. Außerdem unterstützt sie die MPA bei der Organisation der zahlreichen Veranstaltungen und Messen der Automobilbranche.

Fachlicher Kontakt:
Dr. Martin Werz, Universität Stuttgart, Materialprüfungsanstalt (MPA), Tel. +49 711 685 62597, E-Mail martin.werz@mpa.uni-stuttgart.de
Pressekontakt:
Bettina Mayer, Universität Stuttgart, Materialprüfungsanstalt (MPA), Tel. +49 711 685-62646, E-Mail bettina.mayer@mpa.uni-stuttgart.de