IAA TRANSPORTATION 2026

CyberJoin auf der IAA TRANSPORTATION 2026

Wissen für die Transformation in die Anwendung bringen

Elektrifizierung, künstliche Intelligenz und digitale Fahrzeugkonzepte prägen die IAA TRANSPORTATION vom 15. bis 20. September 2026 in Hannover. Doch die Transformation entscheidet sich auch in der Produktion: Neue Werkstoffe und Bauteilkonzepte erfordern geeignete Fügeverfahren – und einen schnellen Transfer von Forschungsergebnissen in die industrielle Praxis. Der Transformations-Hub CyberJoin zeigt in Halle 22, Stand A33, wie dieser Transfer unterstützt werden kann. Als Exponat ist die robotergeführte Rührreibschweißzange Steppwelder zu sehen.

Stuttgart/Hannover – Unter dem Motto „WE DELIVER“ richtet die IAA TRANSPORTATION 2026 den Blick darauf, wie die Transformation der Transport- und Nutzfahrzeugbranche praktisch umgesetzt werden kann. Neben neuen Fahrzeug- und Antriebskonzepten braucht es dafür geeignete Werkstoffe, Fertigungsprozesse und Fügetechnologien – und Unternehmen, die aktuelles Wissen in ihre eigene Produktion übertragen können.

Genau hier setzt der Transformations-Hub CyberJoin an – ein Gemeinschaftsprojekt der Materialprüfungsanstalt Universität Stuttgart (MPA) und der GSI – Gesellschaft für Schweißtechnik International mbH, gefördert durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWE). Er bringt Fachleute aus Forschung und Industrie zusammen, bereitet Erkenntnisse aus der Füge-, Werkstoff- und Fertigungstechnik auf und macht sie für Unternehmen der Automobil-, Nutzfahrzeug- und Zulieferindustrie zugänglich. Vom 15. bis 20. September 2026 stellt CyberJoin auf der IAA TRANSPORTATION in Halle 22, Stand A33 in Hannover sein Angebot für die Automobil-, Nutzfahrzeug- und Zulieferindustrie vor. Im Mittelpunkt stehen der Wissenstransfer zwischen Forschung und Industrie, die Vernetzung von Fachleuten und der Zugang zu aktuellen Erkenntnissen aus der Füge-, Werkstoff- und Fertigungstechnik.

Wissenstransfer für konkrete Produktionsaufgaben

Welches Fügeverfahren eignet sich für eine neue Werkstoffkombination? Wie lassen sich aktuelle Forschungsergebnisse auf konkrete Bauteile und Produktionsprozesse übertragen? Und wie können insbesondere kleine und mittlere Unternehmen neue Technologien fundiert bewerten?

CyberJoin greift derartige Fragen in Wissenstransfer-Tagen und Anwender-Workshops auf. Die Wissenstransfer-Tage ordnen übergeordnete technologische Entwicklungen ein. Die Workshops konzentrieren sich auf konkrete Verfahren, Bauteile und Herausforderungen aus der industriellen Praxis. Fachvorträge und Anwendungsbeispiele werden dabei mit Demonstrationen, Diskussionen und dem direkten Austausch zwischen Unternehmen und Forschung verbunden.

Neben den Präsenzformaten bietet CyberJoin digitale Zugänge zu Fachwissen. Die KI-basierte Forschungsplattform unterstützt Anwenderinnen und Anwender anhand technischer Parameter bei der Auswahl geeigneter Fügeverfahren. Ein Fach-Wiki, ein Branchenbuch sowie Aufzeichnungen und Präsentationen vergangener Veranstaltungen ergänzen das Angebot. Unternehmen können darüber hinaus fügetechnische Lösungen in Demonstrationslaboren untersuchen sowie Machbarkeitsstudien und Prozesssimulationen gemeinsam mit den Projektpartnern bearbeiten.

Damit verbindet CyberJoin die Vermittlung von Wissen mit Vernetzung und praktischer Anwendung. Der Transfer von Ergebnissen aus Forschung und Entwicklung in die Industrie über Veranstaltungen, Messen und bestehende Netzwerke gehört seit Beginn zu den Kernaufgaben des Hubs.

„Die Transformation der Fahrzeugindustrie braucht nicht nur neue Technologien, sondern auch einen wirksamen Wissenstransfer in die Unternehmen. CyberJoin bringt Fachleute zusammen, bereitet Forschungsergebnisse praxisnah auf und unterstützt Unternehmen dabei, geeignete Fügeverfahren für ihre konkreten Aufgabenstellungen zu identifizieren und zu bewerten,“ sagt Dr.-Ing. Martin Werz, Stellvertretender wissenschaftlicher Direktor / Abteilungsleiter Fügetechnik und Additive Fertigung Materialprüfungsanstalt (MPA) Universität Stuttgart.

Steppwelder als Beispiel für den Transfer in die Anwendung

Mit dem Steppwelder präsentiert CyberJoin auf der IAA TRANSPORTATION eine an der MPA entwickelte Schweißzange, die das Rührreibschweißen für flexible, roboterbasierte Produktionsumgebungen erschließt. Mögliche Anwendungsfelder liegen insbesondere bei hochfesten Aluminiumlegierungen, Hybridverbindungen und komplexen Leichtbaustrukturen.

Wissen bleibt verfügbar

Die geförderte Projektlaufzeit von CyberJoin endet zum Jahresende 2026. Die CyberJoin-Website bleibt als Zugang zu den im Projekt aufbereiteten Themen und Informationen bestehen. Die MPA führt ihre Arbeit in der Füge-, Werkstoff- und Fertigungstechnik fort und steht Unternehmen weiterhin für anwendungsorientierte Forschung, Prozessentwicklung, Simulation, experimentelle Untersuchungen sowie die Prüfung und Bewertung von Verbindungen zur Verfügung.

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