Laser‑Pulverbett‑Additive Fertigung – Von der Idee zum Bauteil
Dieser Workshop vermittelt einen kompakten und praxisnahen Überblick über die Laser Pulverbett Additive Fertigung (PBF-LB/M – Laser Powder Bed Fusion of Metals). Unter dem Leitgedanken „Von der Idee zum Bauteil“ lernen die Teilnehmenden den gesamten Prozess der additiven Fertigung metallischer Bauteile kennen – von der konstruktionsgerechten Auslegung über den Fertigungsprozess bis hin zur Nachbearbeitung und Bewertung der Bauteilqualität.
Die Materialprüfungsanstalt der Universität Stuttgart (MPA) vermittelt dabei ihre langjährigen Erfahrungen aus Forschung, Entwicklung und industrieller Anwendung. PBF-LB/M zählt heute zu den wichtigsten additiven Fertigungsverfahren für Metalle und ermöglicht die Herstellung hochkomplexer, funktionsoptimierter Bauteile, die mit konventionellen Fertigungstechnologien häufig nicht oder nur mit erheblichem Aufwand realisierbar sind. Das Verfahren hat sich in den vergangenen Jahren von einer Prototypentechnologie zu einem industriell etablierten Fertigungsverfahren entwickelt und findet heute Anwendung in zahlreichen Branchen – von der Einzelteilfertigung bis hin zu anspruchsvollen Serien- und sicherheitsrelevanten Bauteilen.
Im Workshop erhalten die Teilnehmenden einen fundierten Überblick über den gesamten Prozess der additiven Fertigung. Vermittelt werden die technologischen Grundlagen des PBF-LB/M-Verfahrens, die wichtigsten Anforderungen an Konstruktion und Bauteildesign (Design for Additive Manufacturing), werkstoff- und prozessbezogene Zusammenhänge sowie die wesentlichen Vor- und Nachbearbeitungsschritte. Ergänzend werden Einflüsse der Prozessparameter auf Bauteilqualität, Werkstoffeigenschaften und Maßhaltigkeit anhand praxisnaher Beispiele erläutert.
Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf der Verbindung von Theorie und Praxis. Im Rahmen des Workshops erleben die Teilnehmenden den PBF-LB/M-Prozess im realen Betrieb und erhalten Einblicke in den gesamten Fertigungsablauf – von der Datenaufbereitung über den Bauprozess bis zur Entnahme und Nachbearbeitung der Bauteile. Anhand ausgewählter Praxisbeispiele werden typische Fragestellungen aus der industriellen Anwendung diskutiert. Gerne können dabei auch eigene Bauteile oder Anwendungsfälle der Teilnehmenden einbezogen werden.
Ziel des Workshops ist es, den Teilnehmenden ein fundiertes Verständnis der Prozesskette zu vermitteln und aufzuzeigen, wie aus einer Idee ein qualitativ hochwertiges, additiv gefertigtes Bauteil entsteht.
Teilnehmer:
- Ingenieurinnen und Ingenieure sowie technische Fachkräfte aus Entwicklung, Konstruktion, Fertigung und Qualitätssicherung
- Mitarbeitende aus Forschung und Entwicklung sowie Werkstofftechnik
- Projektverantwortliche und Entscheider, die den Einsatz von PBF-LB/M bewerten oder einführen möchten
- Anwenderinnen und Anwender, die ihr Wissen zur metallischen Additiven Fertigung vertiefen möchten
- Wissenschaftliche Mitarbeitende und Promovierende mit Bezug zur Additiven Fertigung
Standort:
MPA Universität Stuttgart, 70569 Stuttgart (Vaihingen)
Kosten:
Für die Teilnahme an dem Anwenderworkshop fallen keine Gebühren an. Gefördert und finanziert wird die Veranstaltung durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWE früher als BMWK bekannt).
Ablauf:
Tagesablauf wird zu einem späteren Zeitpunkt festgelegt.
Ansprechpartner:
Moritz Käß
Telefon: 0711 685 69691
E-Mail: advanced-manufacturing@mpa.uni-stuttgart.de