Hochvoltverbindungen – Widerstandshartlöten und Kompaktieren
Das Fügen von Hochstromverbindungen gewinnt im Zuge der Elektromobilität und Leistungselektronik zunehmend an Bedeutung. Insbesondere das Kompaktieren von Litzen sowie das Widerstandshartlöten von Kupferverbindungen stellen zentrale Schlüsseltechnologien dar, um geringe Übergangswiderstände, hohe Stromtragfähigkeit und kompakte Bauformen zu realisieren.
Im Mittelpunkt dieses Workshops steht die praxisnahe Vermittlung und Demonstration dieser Prozesse. Ziel ist es, ein fundiertes Verständnis dafür zu schaffen, wie sich die Verfahren in der Anwendung verhalten, welche Stellgrößen entscheidend sind und wo typische Grenzen liegen.
Neben einer kompakten Einführung in Anwendungsfelder, Werkstoffe und Anforderungen werden insbesondere folgende Themen behandelt:
Anforderungen an Hochstromverbindungen (Übergangswiderstand, Dauerstromfähigkeit, Bauraum)
Typische Geometrien von Litzen, Leitern und Stromschienen
Prozessmechanismen beim Kompaktieren und Widerstandshartlöten
Einfluss von Strom, Kraft, Zeit und Temperaturführung auf das Prozessergebnis
Typische Fehlerbilder und deren Ursachen (z. B. unzureichende Verdichtung, Benetzungsprobleme, Überhitzung)
Ein besonderer Fokus liegt auf den Live-Demonstrationen, bei denen die Prozesse unter realitätsnahen Bedingungen gezeigt werden. Die Teilnehmer erhalten direkte Einblicke in:
den Zusammenhang zwischen Parametereinstellung und Bauteilqualität
die praktische Umsetzung an industriellen Anlagen
die Grenzen der Verfahren im Hinblick auf Geometrie, Material und Prozessstabilität
Ergänzt werden die Inhalte durch Expertentipps aus der industriellen Praxis, die konkrete Hinweise zur Prozessauslegung, Anlagenintegration und Qualitätssicherung geben.
Ziel des Workshops ist es, den Teilnehmern ein praxisorientiertes Verständnis für Kompaktier- und Lötprozesse in Hochstromanwendungen zu vermitteln und sie bei der sicheren Umsetzung in der industriellen Fertigung zu unterstützen.
Für die Teilnahme an dem Anwenderworkshop fallen keine Gebühren an. Gefördert und finanziert wird die Veranstaltung durch das
Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWE), früher als (BMWK) bekannt.